Katja Gloger und Georg Mascolo über "Das Versagen. Eine investigative Geschichte der deutschen Russlandpolitik"

Shownotes

„Mit so jemandem möchte man nicht befreundet sein“ notiert ein deutscher Diplomat bereits im Jahr 2000 nach einem Treffen mit Wladimir Putin. Er ist weder die erste noch die einzige Stimme aus dem deutschen Behörden- und Regierungsapparat, die zu Vorsicht im Umgang mit Russland rät. Trotzdem werden die beiden Nord-Stream-Pipelines gebaut, die Deutschlands Abhängigkeit von russischem Gas erhöhen, sogar auf eine Partnerschaft zur Rüstungsmodernisierung lässt die Bundesregierung sich ein. Rote Linien werden dagegen keine gezogen. Wie ist das zu erklären?

Katja Gloger und Georg Mascolo haben recherchiert, wie weit die deutsch-russische Zusammenarbeit ging und wie sehr dabei über Jahrzehnte alle kritischen Stimmen beiseite gewischt wurden. Im Gespräch berichten sie von einem „Moment der professionellen Beunruhigung“, der Ausgangspunkt für das Buch war. Sie erläutern die Motive hinter der gescheiterten Russlandpolitik und beleuchten dabei nicht nur die Rolle von Gerhard Schröder, sondern auch die von Angela Merkel. Was hat es mit dem häufig geäußerten Vorwurf auf sich, letztlich habe der Westen Putins Kurs provoziert? Und wo sehen die beiden Fehleinschätzungen bei sich selbst? Schließlich geben sie Einblick in den Entstehungsprozess des Buches: Katja Gloger verrät, womit ihr Co-Autor ihr schlaflose Nächte bereitet hat, Georg Mascolo wiederum erläutert, wie sie recherchiert haben und an brisante Dokumente gelangt sind.

Das Buch von Katja Gloger und Georg Mascolo:

Das Versagen. Eine investigative Geschichte der deutschen Russlandpolitik. Ullstein 2025.

Die Buchempfehlung von Katja Gloger und Georg Mascolo:

Gabriel Zuchtriegel: Pompejis letzter Sommer. Als die Götter die Welt verließen. Propyläen 2025.

Dank an:

Martin Gronemeyer (Regie & Technik, Sagamedia)

Adrian Polley (Jingle)

Johanna Polley (Ansage, Website hier)

Eine Produktion von Sagamedia

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